WIEDER DAHOAM

…um 2 Uhr in der Nacht kommen wir wieder zu Hause in München an.

Wir sind leicht irritiert, weil wir fast zwei Stunden an der deutsch-österreichischen Grenze warten mussten bis wir endlich auf deutschem Boden waren.

Dies macht uns nachdenklich, wo uns doch jedes Land mit so offenen Armen empfangen hat. Nicht einmal an der iranischen Grenze mussten wir so lange warten.

Für 4 Monate machten wir uns auf um durch 12 Länder zu reisen.

Die meiste Zeit verbrachten wir in Albanien, der Türkei, Georgien, Armenien und dem Iran.

Es war eine einzigartige Reise, wir haben die Zeit sehr genossen. Wir würden es jeder Zeit wieder so machen.

Vielleicht mit noch weniger Dingen an Board und einem dritten Sitz um Tramper mitnehmen zu können.
18854 km fuhr uns „der Dicke“ über Asphaltstraßen und Schotterpisten, durch die Berge und auf die Berge, durch die Wüste und durchs Wasser, an das Meer und in die Städte.

Kleine Wehwehchen zeigten sich von Zeit zu Zeit.

Einen neuen Dieselfilter und einen Ölwechsel haben wir im spendiert und der Luftfilter wurde auch mal durchgeblasen für ein besseres Durchschnaufen.

Und so hat er uns brav bis nach München zurück gefahren und sich somit eine Rundum-Überholung verdient.

Er muss ja wieder fit sein für die nächsten Abenteuer, die da noch kommen mögen.

Die Übernachtungskosten hielten sich gering: 2 Mal schliefen wir auf einer Berghütte, 2 Mal auf einem Campingplatz, 2 Mal im Zelt, 2 Mal privat , 12 Mal im Hotel, 80 Mal im Dachzelt.

Wir durften viele einzigartige Dinge erleben und wunderbare Menschen kennenlernen.

Wir haben Berge bestiegen, wir sind im Meer mit den Fischen getaucht, in der Sonne am Strand gelegen, in Seen geschwommen, wir waren on the road mit unsrem Dicken, wir schwebten in kulinarischen Sphären, wir besuchten einsame Dörfchen, wir verbrachten mit wunderbaren Menschen Zeit, wurden eingeladen und beherbergt, besuchten Städte, Moscheen, Kirchen, Kapellen, Klöster, Museen, Ausgrabungsstätten, Höhlen, unterirdische Städte, Feuertempel, Heiligtümer, Felsenhäuser…

Da stellte sich schon manchmal ein Zustand der Reizüberflutung ein, der uns mürbe machte. In der Mitte der Reise kam es uns schon so vor als wären die Erlebnisse vom Anfang vom Urlaub im letzten Jahr gewesen.

Wir mussten Vieles entbehren und hatten doch alles was wir brauchten.

Wir durften vieles Neues kennenlernen und unseren Horizont erweitern.

An die eigenen Grenzen gehen, um die nächste Ecke blicken, Anspannung, was passiert als Nächstes, große Gefühle erleben, tiefste Dankbarkeit, unaussprechliche Freude, Adrenalin im Blut, Vertrauen, plötzliche Tiefs, Probleme lösen, Sand auf der Haut, Sonne im Gesicht, Rückenwind, der Blick zum ewigen Horizont, tief durchatmen, natürlich sein, Momente genießen…

…lass dich gehen!

Danke, dass ihr uns begleitet habt!